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Brückenfest


Brückenfest auf der Alten Süderelbbrücke “Ein Fest für die ganze Familie”

Wir sehen uns wieder 2014: Denn obwohl das Brückenfest in den letzten Jahren immer ein schöner Erfolg für die Teilnehmer war und den Gästen wie Veranstaltern viel Freude und Vergnügen bereitet hat, haben wir uns entschlossen, das Brückenfest vor und auf der alten Süderelbbrücke in diesem und im kommenden Jahr auszusetzen. Nach Abschluss von IBA und IGS werden wir mit neuem Elan und Schwung wieder starten und hoffen schon heute auf rege Beteiligung.
Wer sich daran beteiligen will und gute Ideen einbringen will, kann sich jedoch schon heute bei uns melden. Wir freuen uns über Ihr Engagement.


Geschichte der Brücke

Es begann am 30.9.1899.

Die denkmalgeschützte Portal –Elbbrücke zwischen Harburg und Wilhelmsburg verbindet die beiden Stadtteile nun schon mehr als ein Jahrhundert. 1899 war sie im Beisein von Kaiser Wilhelm II. feierlich eröffnet und für den Verkehr freigegeben worden. 1990 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Das war auch bitter nötig, denn sie sah zu diesem Zeitpunkt schon recht zerknittert aus. Rost hatte die Nieten der Eisenbögen arg angefressen. In vierjähriger Restaurierungsarbeit wurde sie dann für rund 11 Millionen Mark komplett instand gesetzt und für Fußgänger und Radfahrer zur Elbquerung freigegeben
Die Geschichte der festen Elbquerungen reicht bis in die Zeit der französischen Besatzung (bis 1813), als zu militärischen Zwecken eine Holzbrücke über die Süderelbe gebaut worden war. Nach Abzug der Besatzer war diese allerdings schon 1817 wieder abbruchreif. Die örtlichen Fährleute hat es wohl gefreut.
Auch die Hamburger Fuhrleute hatten sich lange gewehrt, dass die 1847 gebaute neue Eisenbahn von Hannover direkt bis zum Hamburger Hauptbahnhof fahren konnte. Erst 1872 konnte deshalb eine Eisenbahnbrücke über die Elbe fertig gestellt werden, die auch eine gesonderte Spur für Fußgänger vorsah. Fuhrwerke konnten aber immer noch nicht selbständig über die Elbe kommen. Nicht anders als heute gab es deshalb auch schon damals ein tägliches Verkehrschaos und Gedränge an den Dampf-Fähren der Elbufer. 84 000 Personen, 44 000 Fuhrwerke und 67 000 Tiere mussten Mitte des 19. Jahrhunderts pro Jahr über den Strom gesetzt werden
Die jetzige Brücke wurde hauptsächlich auf Druck der damaligen Harburger Handelskammer gebaut, nachdem sich das Preußische Abgeordnetenhaus bereit erklärt hatte, die finanzielle Hauptlast des Brückenbaus zu tragen. Preußen gab 1,5 Millionen Goldmark, die Provinzialverwaltung Hannover 100 000 und die beiden Städte Harburg und Wilhelmsburg 220 000 Mark.
Der Bauauftrag ging an die Maschinenbau-Aktiengesellschaft Nürnberg (MAN).
Nach der Eröffnung durften Harburg und Wilhelmsburg Brückenzoll kassieren. Ein Fuhrwerk mit Pferd kostete 25 Pfennig, für einen Zweispänner 40 Pfennig und für ein Fahrrad 5 Pfennig. Über die Brücke rollte auch die Vielen noch bekannte Straßenbahnlinie 11, deren Betrieb im Mai 1971 eingestellt wurde.

(Quelle u.a. Harburger Rundschau v. 24./25.7.1999, Jochen Gipp)